Pressemitteilung zum Kongress „Geld, Gesundheit und Gemeinschaft – Es geht ums Ganze“

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23.11.11

Pressemitteilung zum Kongress „Geld, Gesundheit und Gemeinschaft – Es geht ums Ganze“

am 14.-16.10.2011 in Kassel

Die Veranstalter hatten ein erlesenes Angebot an Vorträgen und Workshops in Kassel auf die Beine gestellt. Die exzellenten Referenten der Plenumsvorträge spannten den Faden über wissenschaftliche, philosophische und  humanistische bis hin zu wirtschaftlichen und politischen Fragestellungen. Hans Peter Dürr verblüffte die Teilnehmer mit seiner jugendlichen Frische. Zurückblickend auf seine jahrzehntelangen Erfahrungen als Quantenphysiker zog er das Resümee, dass  die Welt in ihrem inneren Grund nicht dinglich, sondern immateriell sei und aus Möglichkeiten und Verbundenheiten entstehe und bestehe. Er unterstrich, dass es für die heutigen Herausforderungen die Kreativität jedes Einzelnen brauche. Der Wirtschaftswissenschaftler und praktizierende Buddhist, Prof. Karl-Heinz Brodbeck, warf in seinem bemerkenswerten Vortrag zur Krise des Geldes die Frage auf, warum der Mensch dem überhaupt Geld soviel Wert beimisst. Die Wirtschaft sei ein Geflecht wechselseitiger Abhängigkeit. Im Geld werde dies offenkundig. Geldgier und Egoismus heben die grundlegende Vertrauensbeziehung auf, die dem Geldverkehr innewohne bzw. innewohnen müsste. Krisen sind die Folge.

Schnell wurde klar, dass es auf die drängenden Fragen im derzeitigen Geld-, Gesundheits- und Gemeinschaftswesen keine schnellen Antworten gibt; keine Politiker, die es richten werden und auch keine geistreichen Referenten, die uns sagen, wo es jetzt lang geht. Vielmehr kommt es darauf an, wie jede und jeder Einzelne sich in das gesamte Geschehen einbringt.

Wenn es um Gesundheit geht, ist es das ganze System, das neu auszubalancieren ist. Dies unterstrichen Professor Meyer-Abich mit seinem Offenlegen der Missstände im heutigen Gesundheitssystem und Dr. Ellis Huber, der für eine Stärkung der sozialen Verantwortung im gesamten gesundheitlichen Versorgungsbereich warb. Darin eingeschlossen sieht er die komplementärmedizinischen Gesundheitsmethoden,  wobei die einzelne Methode weniger wichtig sei als die Beziehung, die der Therapeut und Begleiter zum Ratsuchenden und Klienten aufbaut.

Für die Praktizierenden  in freien  Gesundheitsberufe war der Kongress eine Plattform sich auszutauschen und einander kennen und schätzen zu lernen, die nach Kräften genutzt wurde. Darin sehen die Veranstalter ein großes Potential. Im Feedback zum Kongress kam der Wunsch zum Ausdruck, weitere solche Begegnungsplattformen zu schaffen und konkrete Projekte in Angriff zu nehmen.

Anknüpfend an die Aufforderung des Schlussredners Johannes Heimrath, zu überlegen wozu man jetzt „Nein“ sagen wolle, wäre zu fragen, welche Qualitäten brauchen wir für eine zukunftsfähige Gesellschaft, in der Geld, Gesundheit und Gemeinschaft eine guten Dreiklang ergeben.