Traut euch Flüchtlinge zu behandeln!

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29.10.15

Die Nachrichten über die Hintergründe und das Leid vieler MigrantInnen können uns betroffen machen, in Sorge, ohnmächtige Gefühle oder Angst versetzen. Aber was können wir tun? Hilfreich ist immer wieder, die Menschen selbst kennen zu lernen, Informationen direkt zu erhalten und dabei zu helfen.

Ein Beispiel kommt von Regiogruppe Nürnberg. Dort haben sich Shiatsu-PraktikerInnen entschlossen zu handeln. Über die Stadt Nürnberg und die Koordinationsstelle für professionelle ehrenamtliche Hilfe, bekamen sie Kontakt zu einer Unterkunft und der dortigen Sozialberaterin. Diese half bei Fragen über das Wo, Wen, wie lange, wie oft. Nun werden seit mehr als einem halben Jahr wöchentlich 3 Behandlungen angeboten. Die Verständigung läuft in englisch, deutsch oder mit Körpersprache.

"Die Menschen die kommen, sind sehr höflich, vorsichtig und zurückhaltend, mit großer innerer Anspannung", so berichtet Christine Schober. In den Behandlungen geht es um Ankommen, Erden, Entspannen. Die Achtsamkeit und Präsenz des Shiatsu tun ihnen gut, denn vielen fehlt eben auch Kontakt und Berührung. Es unterstützt sie bei Ängsten, Schlaflosigkeit und seelischer Anspannung, stärkt ihre Kraftquellen und damit ihre Ressourcen.

Dabei wird spürbar, daß es auch diesen Menschen auf das Hier und Jetzt, auf Wertschätzung, Beziehungskontakte und Berührung ankommt. Und hier lassen sich durch die achtsame Shiatsu-Arbeit Brücken bauen.

"Traut euch Flüchtlinge zu behandeln! Shiatsu ist dafür so gut geeignet!"

Ein Artikel dazu erscheint in der Dezemberausgabe des Shiatsu-Journals.

Für weitere Informationen bitten wir, direkt die Regiogruppe Nürnberg der GSD zu kontaktieren.

Ein Radio-Interview mit Christine Schober findet sich in der Mediathek der Bayrischen Rundfunks.